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Neurostimulation in Zürich & Partnerpraxen – rTMS Therapie & TPS Behandlung

qEEG: die Messung, die Ihrer rTMS-Behandlung vorausgeht

Warum bekomme ich vor der Behandlung eine Kappe mit Elektroden aufgesetzt? Die Antwort ist einfach: Wir möchten wissen, wie Ihr Gehirn arbeitet, bevor wir es stimulieren.

Die Messung dauert rund sechs Minuten. Sie ist nicht unangenehm, es wird nichts verändert und nichts in den Kopf geleitet. Wir hören nur zu.

Patientin während einer qEEG-Messung mit Elektrodenhaube, während die EEG-Daten am Computer ausgewertet werden

6 Min.

reine Messdauer

30–60 Min.

Termin inkl. Besprechung

CHF 400

Selbstzahlerleistung

Was ein qEEG ist

qEEG steht für quantitatives Elektroenzephalogramm. Über Elektroden an der Kopfhaut wird die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet und rechnerisch ausgewertet. Der entscheidende Schritt kommt danach: Ihre Werte werden mit den Daten neurotypischer, gesunder Menschen derselben Altersgruppe verglichen.

Anders als MRT oder CT zeigt das qEEG nicht, wie das Gehirn gebaut ist, sondern wie es arbeitet.

Wo der Unterschied zum klassischen EEG liegt

Ein EEG beim Neurologen beantwortet eine andere Frage als ein qEEG bei uns.

Klassisches EEG (Neurologie)
qEEG (Neuro-Spa Group)
Sucht nach neurologischen Auffälligkeiten, etwa epilepsietypischen Mustern
Zeigt, wie stark die Hirnfunktion vom Muster neurotypischer Gesunder abweicht
Befundung durch visuelle Beurteilung der Kurven
Rechnerische Auswertung, Abgleich mit altersbezogener Referenzgruppe, Verarbeitung durch eigene KI-Software (neo TMS®)
Frage: Liegt eine neurologische Erkrankung vor?
Frage: Wo weicht die Funktion ab, und was folgt daraus für die Therapieplanung?
Kassenleistung
Selbstzahlerleistung, keine Rückvergütung

Beides schließt einander nicht aus

Ein qEEG ist keine Epilepsiediagnostik und ersetzt kein neurologisches EEG. Umgekehrt beantwortet ein klassisches EEG die Fragen nicht, die für die rTMS-Planung entscheidend sind.

Was sich im qEEG zeigt

Ausgewertet werden vor allem vier Größen:

Frequenzbänder der Hirnaktivität
Asymmetrien zwischen den Hirnhälften
Leistungsverteilung
Verhältnisse der Frequenzbänder

Aussagekräftig ist dabei nie der Einzelwert, sondern das Muster im Vergleich zur Referenzgruppe. Genau dieses Muster ist die Grundlage für alles Weitere.

Von der Messung zum Behandlungsprotokoll: neo TMS®

Die qEEG-Daten allein sind noch keine Behandlung. Sie gehen bei uns in neo TMS® ein, den von Dr. med. Oliver Seemann entwickelten Analyse-Algorithmus.

neo TMS® gleicht Ihre Messwerte mit publizierten Studien ab und berechnet daraus Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Befundkonstellationen. Auf dieser Basis wird ausgewertet, welches Stimulationsprotokoll in Ihrem Fall infrage kommt: welches Areal stimuliert wird und mit welcher Frequenz. Statt eines Standardprotokolls entsteht eine auf Ihre Messwerte bezogene Empfehlung.

qEEG-Daten
Monitor mit qEEG-Auswertung, Brain Mapping und EEG-Daten in einer neurodiagnostischen Anwendung
neo TMS®
Studienabgleich, Wahrscheinlichkeiten
Illustration zur neo TMS®-Therapie von Dr. Seemann – innovative Form der transkraniellen Magnetstimulation zur Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.

Protokoll:
Areal + Frequenz

Patientin im Behandlungssessel während einer neo TMS® Behandlung, die rTMS-Spule ist über ihrem Kopf positioniert

Wir entwickeln die Auswertung weiter. Künftig werden zusätzlich die Erfahrungen aus 25 Jahren Behandlungspraxis von Dr. Seemann in die Analyse einfließen, insbesondere für komplexe Beschwerdebilder, und sog. Off-LABEL Use, zu denen es bislang wenig oder keine Forschung gibt.

Wann ein qEEG sinnvoll ist

  • Vor einer rTMS-Behandlung, als Grundlage für die Wahl des Protokolls
  • Zur Verlaufskontrolle (rTMS/TPS uvm.) : Wir messen vor und nach der Behandlungsserie. Der Vergleich zeigt, ob die Therapie greift oder ob das Protokoll angepasst werden sollte
  • Bei unklaren Beschwerdebildern, ergänzend zur ärztlichen Beurteilung (z.B. Frühdiagnostik von Demenz vom Alzheimer Typ, ADHS, Post-COVID etc.)

Auch Menschen ohne akute Beschwerden entscheiden sich für ein qEEG. Funktionelle Veränderungen können sich früher zeigen als strukturelle, also bevor sie in manch bildgebenden Verfahren (z.B. MRT) sichtbar werden. Eine Diagnose lässt sich aus dem qEEG nicht sicher ableiten und eine Erkrankung damit auch nicht ausschließen.

Bei schwer fassbaren Beschwerden

Manche Beschwerden lassen sich schwer objektivieren, etwa im Zusammenhang mit Post-COVID oder ADHS. Betroffene erleben es immer wieder, dass ihre Beschwerden angezweifelt werden. Ein qEEG kann in solchen Situationen eine zusätzliche, messbare, objektivierbare Information beisteuern, die unabhängig von der Selbstauskunft entsteht.

Ablauf und Dauer eines qEEG

1. Profil im System anlegen · ca. 2 Min.

2. Messkappe aufsetzen · ca. 2 Min.

3. Elektrodenpositionen optimieren · 2–10 Min.

4. Die eigentliche Messung · ca. 6 Min.

5. Kappe abnehmen, Daten auswerten · ca. 10 Min.

6. Besprechung des Ergebnisses mit dem Arzt

Die Messung führt unsere Assistenz durch. Auswertung und Besprechung übernimmt der Arzt. Für den gesamten Termin einschließlich Besprechung sollten Sie 30 bis 60 Minuten einplanen.

Zeitlich liegt das qEEG nach der Erstberatung und vor dem Beginn der Behandlung.

qeeg elektronenhaube gehirnaktivitaet neuro spa group qEEG
Elektrodenhaube zur Erfassung der elektrischen Gehirnaktivität im Rahmen einer qEEG-Messung.

So bereiten Sie sich vor

Kein Koffein

möglichst schon am Vorabend, sicher am Morgen

Medikamente

nicht eigenmächtig absetzen, vorher mit uns absprechen

Kopfgröße

Kappe muss passen – in der Regel ab 5–6 Jahren

Kaffee, Tee und andere koffeinhaltige Getränke beeinflussen die Messung. Verzichten Sie darauf möglichst schon am Abend zuvor und in jedem Fall am Morgen des Termins.

Medikamente setzen Sie bitte nicht eigenmächtig ab. Sagen Sie uns stattdessen vor der Messung, was Sie einnehmen. Wir berücksichtigen das bei der Auswertung. Nicht zwingend notwendige Medikamente sollten in der Regel vor der Messung ausgesetzt werden. Halten Sie aber zur Sicherheit Rücksprache mit unserem Ärzteteam.

Eine technische Einschränkung gibt es: Die Messkappe muss zur Kopfgröße passen. Für Kinder ist ein qEEG deshalb in der Regel ab etwa fünf bis sechs Jahren möglich.

Was Sie danach in der Hand halten

Sie erhalten den qEEG-Report sowie die neo TMS®-Auswertung mit Hinweisen zum Befund und der abgeleiteten Therapieempfehlung. Beides besprechen wir mit Ihnen, anschließend nehmen Sie es mit.

qEEG-Auswertung mit Z-Scores verschiedener Frequenzbänder bei einem beispielhaften ADHS-Muster

Was ein qEEG nicht leistet

  • Das qEEG stellt keine sichere Diagnose. Es liefert Wahrscheinlichkeiten und Hinweise, die erst zusammen mit der ärztlichen und psychiatrischen Beurteilung aussagekräftig werden. Kein Befund aus dem qEEG steht für sich allein.
  • Es ersetzt außerdem kein neurologisches EEG und ist keine Epilepsiediagnostik.
  • Und es ist eine Momentaufnahme. Gemessen wird der Zustand am Untersuchungstag. Bei länger bestehenden Beschwerdebildern ändert sich das Muster erfahrungsgemäß nicht wesentlich von einem Tag auf den anderen, bei kurzfristigen Einflüssen wie Schlafmangel dagegen schon.

Was die Forschung zeigt

Wir halten es für richtig, offen zu sagen, wie gut das Verfahren belegt ist und wo die Grenzen der Studienlage liegen.

Unterschiede schon vor Behandlungsbeginn

Bareš, Novák und Brunovský untersuchten 2020 an 25 unmedizierten depressiven Patienten, ob sich Ansprechen und Nichtansprechen auf eine niederfrequente rTMS bereits vorher im Ruhe-qEEG abzeichnen. Ausgewertet wurden unter anderem absolute spektrale Power, Asymmetrien und verschiedene Frequenzbänder. Responder und Non-Responder unterschieden sich tatsächlich schon im Ausgangsbefund.

Der kritische Blick

Widge und Kollegen werteten 2019 in einer Metaanalyse 76 Studien mit 81 quantitativen Biomarkern aus, 14 davon zur Vorhersage des rTMS-Ansprechens. Über alle Verfahren hinweg ergaben sich eine Sensitivität von 72 Prozent, eine Spezifität von 68 Prozent und eine AUC von 0,76.

Die Autoren wiesen zugleich auf methodische Schwächen, Publikationsbias und fehlende unabhängige Validierung hin. Ihr Fazit: Für eine Therapieauswahl allein auf Grundlage des qEEG reicht die Datenlage nicht aus. Genau deshalb ist das qEEG bei uns ein Baustein der Entscheidung und nicht die Entscheidung selbst.

qEEG-gesteuerte TMS in der Praxis

Gordon und Kollegen berichteten 2022 über 210 Patientinnen und Patienten, bei denen Stimulationsort und Frequenz anhand von qEEG-Phänotypen individuell festgelegt wurden. 47 Prozent erreichten eine Halbierung ihrer Depressionswerte, weitere 29 Prozent eine Verbesserung zwischen 30 und 50 Prozent, im Mittel nach gut sieben Sitzungen.

Wichtig zur Einordnung: Es handelte sich um eine offene Beobachtungsstudie ohne randomisierte Kontrollgruppe. Die Ergebnisse sind deshalb nicht mit dem Wirksamkeitsnachweis einer kontrollierten Studie gleichzusetzen.

Einordnung in die Versorgung

Im Neurofeedback ist das qEEG seit Jahren etabliert. In der ärztlichen Regelversorgung ist es bislang wenig verbreitet, unter anderem weil der Aufwand über die Kostenträger nicht abgebildet wird.

Kosten eines qEEG

Das qEEG kostet CHF 400. Es ist eine Selbstzahlerleistung und wird von den Krankenkassen nicht rückvergütet.

Häufige Fragen, FAQ zu qEEG

Tut die Messung weh?

Nein. Die Elektroden nehmen lediglich auf, was Ihr Gehirn ohnehin an elektrischer Aktivität erzeugt. Sie spüren die feuchte Kappe, welche zur Verbesserung der Leitfähigkeit der Elektroden vorher in Salzwasser eingelegt worden ist, sonst nichts. Die Haare werden danach feucht sein.

Nein. Das qEEG ist eine reine Messung. Es wird nichts stimuliert, nichts eingeleitet und nichts manipuliert.

Die eigentliche Messung dauert rund sechs Minuten. Für den gesamten Termin mit Vorbereitung, Auswertung und Besprechung sollten Sie 30 bis 60 Minuten einplanen.

Das klassische EEG sucht nach neurologischen Auffälligkeiten wie epilepsietypischen Mustern. Das qEEG vergleicht Ihre Hirnfunktion rechnerisch mit der von neurotypisch Gesunden und liefert damit die Grundlage für die Therapieplanung. Das eine ersetzt das andere nicht.

Nein, eine sichere Diagnose lässt sich daraus nicht stellen. Auch wenn die Sensitivität zur Erkennung einer Demenz oder dementiellen Entwicklung relativ hoch ist, ist das Ergebnis hier unspezifisch. Das qEEG zeigt funktionelle Abweichungen, und funktionelle Veränderungen können sich früher zeigen als strukturelle. Ob  dahinter eine Erkrankung steht und welche, klärt die weitere ärztliche Untersuchung (z.B. Bluttests).

Es misst Ihren Zustand am Untersuchungstag. Bei länger bestehenden Beschwerdebildern ist das Muster erfahrungsgemäß stabil, kurzfristige Einflüsse wie Schlafmangel oder Koffein können es dagegen verändern. Deshalb bitten wir Sie um die entsprechende Vorbereitung.

Die Messkappe muss zur Kopfgröße passen. In der Regel ist das ab etwa fünf bis sechs Jahren der Fall.

Nein. Das qEEG ist eine Selbstzahlerleistung und kostet CHF 400.

Ihr nächster Schritt

Ob ein qEEG für Ihre Situation sinnvoll ist, klären wir im Erstberatungscheck. Danach entscheiden Sie in Ruhe.

Erstgespräch vereinbaren

Das Erstgespräch ist ein kostenloses Telefonat, montags bis donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr. Darin klären wir Ihre Situation und die Frage, ob rTMS für Sie infrage kommt. Wenn Sie lieber nicht telefonieren möchten, vereinbaren Sie stattdessen direkt einen Termin.

Behandelt wird an unserem Hauptstandort in Zürich oder in einer Partnerpraxis der Neuro-Spa Group: in Deutschland unter anderem in München und Schwäbisch Hall, dazu international weitere Praxen. Wenn Sie eine Partnerpraxis bevorzugen, nehmen Sie bitte direkt dort Kontakt auf – alle Adressen und Telefonnummern stehen in der Standortübersicht.

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