Neurostimulation in München & Zürich – rTMS Therapie & TPS Behandlung

Long COVID Behandlung mit rTMS: Klarheit bei Brain Fog, Fatigue und Post-COVID-Symptomen

Wenn nach einer COVID-19-Infektion Wochen oder Monate später noch Erschöpfung, „Brain Fog“, Stimmungstiefs oder körperliche Beschwerden bleiben, fühlt sich das oft an wie ein Körper, der nicht mehr richtig in den Alltag zurückfindet. Diese Seite ordnet ein, was Long Covid und was ist Post Covid im medizinischen Sinn bedeuten und welche Bausteine in einer sinnvollen Post-Covid-Behandlung zusammenkommen.

Der Schwerpunkt liegt auf rTMS (repetitive transkranielle Magnetstimulation) und, je nach Symptomprofil, auch auf TPS als ergänzendes Neuromodulationsverfahren. rTMS zielt bei Long Covid Fatigue und kognitiven Beschwerden auf Netzwerke für Energie, Aufmerksamkeit und Emotionsregulation. Eine ärztliche Einordnung und strukturierte Planung sind in den Praxen der Neuro-Spa Group und Partner:innen möglich.

Was ist Long Covid – und was ist Post Covid?

Long COVID“ wird häufig als Sammelbegriff für Beschwerden verwendet, die ab 4 Wochen nach der akuten Infektion fortbestehen oder neu auftreten. „Post-COVID“ bzw. Post Covid Syndrom beschreibt in vielen Definitionen Beschwerden, die über 12 Wochen hinaus bestehen und sich nicht besser erklären lassen. 

Die WHO beschreibt „Post COVID-19 condition“ als Symptome, die typischerweise innerhalb von 3 Monaten nach der Infektion beginnen und mindestens 2 Monate anhalten (ohne alternative Erklärung).

Wie äußert sich Long Covid? Long Covid Symptome im Überblick

Long Covid Symptome: Fatigue, Brain Fog, psychische und körperliche Beschwerden verständlich erklärt

Long Covid Symptome können sehr unterschiedlich sein und im Verlauf schwanken. Häufige Belastungen, die auch in der klinischen Praxis im Vordergrund stehen, sind:

  • Fatigue / Post Covid Fatigue : anhaltende Erschöpfung, geringe Belastbarkeit
  • Kognitive Beschwerden („Brain Fog“): Konzentration, Gedächtnis, Informationsverarbeitung
  • Psychische Symptome: Angst, depressive Verstimmung, emotionale Überforderung
  • Körperliche Beschwerden: z. B. Muskelschmerzen oder allgemeines Krankheitsgefühl 

 

Wichtig ist die Einordnung: Nicht jede Erschöpfung nach Infekten ist automatisch Long/ Post-COVID. Deshalb gehören Basisdiagnostik, Ausschluss anderer Ursachen (z. B. Anämie, Schilddrüse, Schlafstörungen) und ein strukturiertes Vorgehen zu jeder guten Planung.

Welche Behandlung bei Post COVID? So entsteht ein tragfähiger Plan

Eine sinnvolle Long Covid Behandlung besteht meist aus mehreren Bausteinen passend zu Symptomen, Belastbarkeit und Begleiterkrankungen. Leitlinien betonen ein interdisziplinäres, symptomorientiertes Vorgehen.

Post Covid Behandlung: Diagnostik, Rehabilitation, Pacing und psychologische Unterstützung im Therapieplan

1) Diagnostik & Prioritäten

  • Symptomprofil (Fatigue, Kognition, Stimmung, Schmerz, Belastbarkeit)
  • Red Flags und relevante Begleiterkrankungen

2) Rehabilitation & Selbstmanagement

  • Aktivitätssteuerung („Pacing“) und Belastungsaufbau in passender Dosis
  • Schlaf, Rhythmus, Stressregulation
  • Kognitives Training/ Reha bei Brain Fog (wenn passend)

3) Psychologische Unterstützung, wenn Stimmung/ Angst mitbetroffen sind

Psychotherapie kann helfen, mit Krankheitsbelastung umzugehen und Symptome (z. B. Angst/ Depression) gezielt zu adressieren, besonders, wenn diese Beschwerden den Alltag zusätzlich blockieren.

4) Medikamentöse Optionen

Es gibt nicht „das“ Long-COVID-Medikament. Ärzt:innen behandeln oft symptomorientiert (z. B. Schlaf, Schmerz, Begleiterkrankungen) und prüfen Nutzen/ Risiko individuell.

rTMS bei Long/ Post-COVID

Long Covid Behandlung mit rTMS: Unterstützung von Energie, Kognition und emotionaler Regulation

rTMS ist ein neuer, aufkommender Ansatz, der bei Post- und Long-COVID auf neurologische, kognitive und psychische Symptome zielt. rTMS stimuliert gezielt Hirnareale, um Netzwerke für Kognition, Stimmung und Energie zu modulieren.

Gerade weil viele Betroffene eine Kombination aus Brain Fog, Post Covid Fatigue und emotionaler Erschöpfung erleben, kann ein neuromodulatorischer Baustein sinnvoll sein: immer mit realistischer Erwartung und Verlaufskontrolle.

Ziele der rTMS-Behandlung bei Long-COVID

  • Kognitive Funktionen stabilisieren (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Verarbeitung)
  • Fatigue reduzieren und Energie-/ Wachheitsnetzwerke unterstützen
  • Stimmung und emotionale Regulation verbessern (Angst/ Depression als Begleitsymptome)

Zielregionen – je nach Symptomprofil

  • Linker DLPFC: häufig hochfrequent (typisch 10–20 Hz) bei Brain Fog, Konzentration und Stimmung
  • Motorischer Kortex: bei körperlicher Fatigue/Muskelschwäche zur Unterstützung motorischer Funktion und Energie
  • Temporoparietaler Übergang / weitere kognitive Zentren: bei spezifischen kognitiven Beschwerden

Ablauf – typischer Rahmen

  • Behandlungsserien ähneln häufig Protokollen aus Depression/ Angst: 20–30 Sitzungen über mehrere Wochen, oft 5× pro Woche
  • Frequenz/ Intensität und Zielregion werden an das Symptomprofil angepasst

Wirkprinzip – kurz verständlich

rTMS kann

  • Neuroplastizität fördern (neue/ effizientere Verbindungen)
  • eine mögliche Dysbalance der Aktivität in Netzwerken normalisieren
  • Netzwerke für Wachheit/ Energie unterstützen, was bei Fatigue relevant sein kann

Studienlage & klinische Erfahrung

Die Forschung entwickelt sich und erste Arbeiten deuten auf mögliche Verbesserungen von Fatigue und kognitiven Symptomen hin.
Klinisch zeigten sich bei mehreren Patient:innen mit psychiatrischen Post-COVID-Symptomen innerhalb kurzer Zeit Verbesserungen von Denkfähigkeit und Stimmung sowie körperlichen Beschwerden wie Muskelschmerzen und Müdigkeit; gleichzeitig braucht jede Indikation eine sorgfältige ärztliche Einordnung, weil die Symptomkonstellationen sehr individuell sind. 

Ein als weltweit erster Fallbericht beschrieb rTMS bei Post-COVID-19-Fatigue (Seemann & Krämer, 2023, Swiss Medical Forum).
Zusätzlich liegen Fallberichte vor, unter anderem zu einer Post-COVID-Depression, die mit einer Kombination aus rTMS und TPS behandelt wurde.

Fallbericht eines Patienten der Münchner Praxis:

Fallbericht eines Patienten mit Post-COVID-19 Depression, der mit der Kombination aus rTMS und TPS behandelt wurde:

Weltweit erster Fallbericht einer Behandlung eines Patienten mit Post-COVID-19 Fatigue durch rTMS durch PD Dr. med. Bernd Krämer und Dr. Oliver Seemann:

Sicherheit & Nebenwirkungen

rTMS ist bei Long/ Post-COVID im Allgemeinen gut verträglich. Häufig treten Kopfschmerzen oder Kopfhautreizungen auf, gelegentlich Schwindel oder kurzfristige Erschöpfung nach der Sitzung. Krampfanfälle bleiben selten, wenn Ärzt:innen Kontraindikationen prüfen und Sicherheitsstandards einhalten.

Kombinationen, die in der Praxis oft sinnvoll sind

rTMS lässt sich je nach Profil kombinieren mit:

  • kognitivem Training/ Rehabilitation, um Verbesserungen im Alltag zu verankern
  • Psychotherapie (z. B. CBT) bei Angst/ Depression als Begleitfaktoren
  • symptomorientierter medikamentöser Unterstützung, wenn nötig

Kann man sich von Long Covid wieder erholen?

Erholung ist möglich, verläuft aber oft nicht linear: Symptome können schwanken, und Fortschritt zeigt sich eher in kleinen Schritten (klareres Denken, stabilere Stimmung). Ein strukturierter Plan mit realistischen Zielen, gut dosiertem Aktivitätsaufbau und passender Therapie erhöht die Chance, wieder mehr Alltagssicherheit zu gewinnen.

Nächste Schritte in den Praxen der Neuro-Spa Group

  1. Symptomprofil, Ausschluss wichtiger Ursachen, individuelle Ziele. 
  2. Plan: Reha-/ Pacing-Strategie + ggf. psychologische Unterstützung + Prüfung, ob rTMS als Baustein passt (Zielregion, Serie).
  3. Verlauf: alltagsnahe Messpunkte (Energie, Konzentration, Stimmung, Belastbarkeit) und Anpassung.

Häufige Fragen zu Long COVID, Post COVID und Behandlung

Was ist Long COVID?

Long COVID ist ein Oberbegriff für Beschwerden, die nach einer SARS-CoV-2-Infektion fortbestehen oder neu auftreten. In der klinischen Praxis wird der Begriff oft für Symptome ab etwa 4 Wochen verwendet; Post COVID wird in vielen Leitlinien als länger anhaltende Symptomatik über 12 Wochen beschrieben.

Long COVID kann sich sehr unterschiedlich äußern, häufig mit Fatigue, Brain Fog, Atembeschwerden, Schlafproblemen, Schmerzen, Herzklopfen oder psychischer Belastung. Typisch ist, dass die Beschwerden schwanken und sich nach körperlicher oder mentaler Anstrengung verstärken können.

Post COVID bezeichnet anhaltende oder neu auftretende Beschwerden nach einer COVID-19-Infektion, die in vielen Definitionen länger als 12 Wochen bestehen und nicht besser durch eine andere Ursache erklärt werden können. Die WHO beschreibt die Post-COVID-19-Condition als Symptome, die meist innerhalb von 3 Monaten beginnen und mindestens 2 Monate anhalten.

Die Behandlung bei Post COVID ist in der Regel symptomorientiert und individuell, nicht nach einem einzigen Standardschema. Wichtig sind eine ärztliche Einordnung, das Erfassen der belastendsten Symptome, ein passender Reha- oder Selbstmanagementplan, die Behandlung von Begleiterkrankungen und bei Bedarf psychologische oder fachärztliche Unterstützung.

Bei Belastungsintoleranz oder Post-Exertional Malaise kann eine vorsichtige Aktivitätssteuerung sinnvoll sein, weil Überlastung die Beschwerden verschlechtern kann.

Ja, eine Erholung von Long COVID ist möglich, aber sie verläuft oft nicht linear. Symptome können sich bessern, phasenweise wieder aufflammen oder im Verlauf schwanken, weshalb ein realistischer Behandlungsplan und Verlaufskontrolle wichtig sind.

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Beschwerden nach COVID-19 länger als 4 Wochen anhalten, neu auftreten oder Alltag, Arbeit und Belastbarkeit deutlich einschränken. Sie ist auch wichtig, um andere Ursachen für Fatigue, Konzentrationsprobleme, Atemnot, Schlafstörungen oder Herzbeschwerden auszuschließen.

Nein, Long-COVID-Fatigue ist mehr als normale Müdigkeit. Sie kann die körperliche und geistige Belastbarkeit deutlich senken und sich nach Anstrengung verzögert verschlechtern; dieses Muster wird als Post-Exertional Malaise beschrieben.

rTMS ist derzeit keine etablierte Standardtherapie für Long COVID, wird aber in ersten Fallserien und kleinen Studien als mögliche Option bei Brain Fog, Fatigue und affektiven Beschwerden untersucht. Für die Praxis bedeutet das: rTMS kann als ergänzender Baustein individuell geprüft werden, sollte aber mit realistischer Erwartung und ärztlicher Einordnung erfolgen, weil die Evidenz noch begrenzt ist.

Long Covid/ Post Covid behandeln mit rTMS: Kontakt aufnehmen

In unseren Standorten in Zürich, München und Partner:innen beraten wir zu Behandlungskonzepten, einschließlich ergänzender neuromodulatorischer Verfahren wie rTMS oder TPS, sofern medizinisch geeignet. 

Kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular.

Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder individuelle Therapieentscheidung.

X

Ihr Wohnort
Bitte teilen Sie uns mit, wie wir Ihnen weiterhelfen können und zu welchen Zeiten Sie telefonisch erreichbar sind.